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Mo., 28.10.2013

Männer-Kochkurs im Haus der Familie Spaß beim Brutzeln und Braten

In Aktion: Klaudius Freiwald und Gerd Schlingmann mit Swetlana Walmann

In Aktion: Klaudius Freiwald und Gerd Schlingmann mit Swetlana Walmann Foto: Oertker

Füchtorf -

„Männer am Herd“ lautete das Motto am Freitagabend im Haus der Familie in Warendorf. Mit viel Spaß beim Brutzeln und Braten schwangen Füchtorfer Männer bei diesem Kurs die Kochlöffel.

14 Männer waren der Einladung der Kolpingsfamilie Füchtorf zum Kochkurs gefolgt. Mit Elan und Spaß teilten sie sich nach einer Einführung und Rezeptvorstellung von Kursleiterin und Ernährungsberaterin Swetlana Walmann aus Beckum in Gruppen auf, um Kartoffeln zu schälen, Spätzle zu reiben oder aus dem eigens hergestellten Teig ein Brot zu backen. „Viele Hände schaffen viel, so haben wir am Ende eine große Auswahl an Gerichten, damit jeder Teilnehmer möglichst viel probieren kann“, erläuterte Walmann ihre Rezeptauswahl.

Eine Kürbis-Sahne-Suppe mit Olivenbrot zur Vorspeise und ein Gurkensalat als Zwischengang bildeten den Anfang des Menüs. Während die Männer kochten, eilte die Kursleiterin von der einen zur anderen Kochinsel, um den Hobbyköchen charmant und kompetent Fragen zu beantworten wie etwa „Was ist der Unterschied zwischen Ober- und Unterhitze zu Umluft?“ und auch beim Kochen behilflich zu sein. Gleich zwei Hauptgerichte, bestehend aus Frikadellen mit Kartoffelspalten und Dipp sowie einem Filet-Toskana-Auflauf mit Käsespätzle, wurden so mit tatkräftiger Unterstützung und großer Freude am Schnibbeln, Brutzeln und Braten zubereitet.

Auch wenn der Abend ganz entspannt zuging, wusste Swetlana Walmann ganz genau, wie man das Kochen spannend für die Herren macht. „Ich hab den Männern versprochen, dass wir es in sechs Minuten schaffen, selbst gemachte Spätzle herzustellen, die natürlich besser schmecken als die fertig zu Kaufenden“. Genau davon konnten sich alle Kursteilnehmer beim anschließenden Abendessen überzeugen.

In gemütlicher Runde ließen sich die Männer das selbstgekochte Essen besonders gut schmecken. Einen gelungenen Abschluss bildete das Dessert aus einem Spekulatius-Himbeer-Tiramisu. Einige der leckeren Rezepte werden vielleicht schon bald wieder in den Einsatz kommen, denn am 9. November findet bei der Kolpingsfamilie „feed and run“ statt. Zuvor festgelegten Gastgebern werden an diesem Abend Gäste zugelost, die gemeinsam kochen und essen. Den Abschluss bildet dann ein gemeinsamer Nachtisch im Pfarrheim.

Ernährungsführerschein

“Kinder haben freie Fahrt am Herd”

Rheda-Wiedenbrück (phil). „Habt ihr auch alle Hunger?“, fragt die Ernährungsberaterin Swetlana Walmann in die Runde aus zwölf Kindern. Ein lautes „Ja!“ schallt sofort in der Volkshochschule-Küche im Seidenstickerhauses in Rheda wider.

Vom Dienstag bis Gründonnerstag konnten die Acht- bis Zehnjährigen dank des „Ernährungsführerscheins“ des „Aid-Infodiensts Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz“ ihre ersten selbst zubereiteten Gerichte probieren. Ziel des „Ernährungsführerscheins“ ist es, den Kindern in sechs Doppelstunden Wissenswertes über ausgewogenes Essen und Trinken beizubringen. Dabei lernen die jungen Teilnehmer auch, mit Lebensmitteln und verschiedenen Küchengeräten umzugehen. So sollen sie nach dem Kursus, den die Volkshochschule Reckenberg-Ems angeboten hat, in der Lage sein, die geübten Gerichte auch zuhause den Eltern vorzukochen.

Am Mittwoch zum Beispiel zauberten die kleinen Köche Möhrensalat als Vorspeise. Danach gab es Nudeln mit Tomatensoße und zum Nachtisch Himbeerquark. Das Projekt habe neben dem Kochenlernen aber noch andere Vorteile, erklärte Swetlana Walmann: „Die Kinder probieren hier eher neue Sachen als zuhause. Da heißt es oft ‚Nein, das mag ich nicht‘. Aber wenn sie hier selbst mitgekocht haben, essen sie auch lieber. Da freuen sich als zweite hinterher die Eltern.“

Manchmal jedoch hilft auch das eigene Kochen nicht und der zweite Teller Nudeln wird lieber ohne Soße genommen – wegen der großen Tomatenstücke.

Die neuen Rezepte haben die Kinder in einem Schnellhefter gesammelt. Die Comicfigur „Kater Cook“ half ihnen dabei, mit Spiel und Spaß bei der Sache zu bleiben. Neben dem Kochen geht es aber auch um das Aufräumen zum Abschluss: „Jedes Kind muss seine Sachen selbst spülen“, betonte Swetlana Walmann. Das gehöre zum Kochen schließlich dazu.

Wer einen Führerschein macht, muss am Ende auch zur Prüfung. Das war beim „Ernährungsführerschein“ nicht anders. Am letzten Kursus-Tag standen für die Kinder vor allem Fragen über die Ernährungspyramide auf dem Programm. Zum großen Finale darf geschlemmt werden bei einem kalten Büfett, das nicht nur für die fleißigen Köche, sondern auch für die Eltern bestimmt ist.

Nach den sechs Doppelstunden ist der erste Schritt zur Kochkarriere getan. Und außer den neuen Kochkünsten haben die Kinder auch ein paar neue Ideen mit nach Hause genommen.                                                                                                                            April 2012

Märchen werden wahr☺

Im Kochfieber

Passend zu Halloween: Nudel-Würstchen-Spinnen.Fotos: (Edler)

Warendorf – Es brutzelt und zischt in der einen Ecke, während an anderer Stelle ein voll aufgedrehter Handmixer sowie ein laut summender Pürierstab ihren hilfreichen Dienst erbringen und zeitgleich zehn Mädchen und zwei Jungen im Kochfieber sind. Viele Köche verderben hier doch nicht den Brei. Unter der Leitung von Ernährungsberaterin Swetlana Walmann lernen die Jugendlichen selbstständig und vor allem gesund zu kochen. Für viele ist dieser Kochkursus im Haus der Familie eine Premiere.

In den vier Küchenzeilen im ersten Stock der katholischen Bildungseinrichtung herrscht eine lockere Atmosphäre. „Hat schon mal jemand einen Kürbis geschnitten?“ fragt die Ernährungsberaterin. Achselzucken bei den jungen Köchen. Dann zeigt die Köchin, wie es geht. Denn als Vorspeise steht an diesem Vormittag in den Ferien eine Kürbiscremesuppe auf dem Speiseplan.

Insgesamt sieben Gänge sollen in dreieinhalb Stunden auf den Tisch gezaubert werden. Der Hauptgang: Nudel-Würstchen-Spinnen – passend zu Halloween. Dazu gibt es frisch geriebenen Möhrensalat.

Ice-Tee aus dem Tetrapack – nein, danke. Das Rezept: Eineinhalb Liter Wasser zum Kochen bringen. Dann zwei Beutel schwarzen Tee und zwei Beutel Pfefferminztee hineingeben – bis zu 30 Minuten ziehen lassen. Anschließend mit zwei Esslöffeln Zucker und zwei Esslöffeln Zitronensaft abschmecken. In den Kühlschrank stellen – fertig ist der Ice-Tee. Auch der Ketchup kommt nicht aus der Tube, sondern wird selbst hergestellt: Einfach einen Apfel schälen, vierteln und entkernen. Eine Zwiebel abziehen. Apfel und Zwiebel in kleine Stücke schneiden und mit wenig Wasser fünf bis zehn Minuten weich kochen. Apfel und Zwiebel mit der verbliebenden Flüssigkeit pürieren. Tomatenmark unterrühren und Curry und Salz abschmecken.

Die Jugendlichen werden nicht nur in die ersten Kochschritte eingeweiht, sondern lernen auch Hygiene- und Ordnungsregeln: „Händewaschen, bevor du mit Lebensmitten in Berührung kommst.“ Oder: „Verlasse die Küche immer so, wie du sie vorgefunden hast. Das sind gleich zwei wichtige Regeln der Kochkunst.

Interessiert blättern die Jungköche in den Rezepten und fragen sich beim Hauptgang: „Wie kommen die Spaghetti in die Würstchen?“ Jakob scherzt: „Mit Sekundenkleber!“ Die Ernährungsberaterin muss lachen und klärt auf: „Sechs bis acht harte Spaghetti kommen in ein Bockwürstchen, das zuvor in kleine Stücke geschnitten wird. Anschließend werden die Nudel-Würstchen-Spinen gekocht.“

VON JOACHIM EDLER, WARENDORF


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